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Das Gebiet, in dem heute der Gemeindebezirk von Vandellòs und l’Hospitalet de l’Infant gelegen ist, wurde im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Zivilisationen besetzt. Dies zeigen die verschiedenen im Gemeindebezirk gefundenen archäologischen Stätte wie die Höhlenmalereien, die mit Levantiner Maltechnik realisiert wurden und zwischen dem siebten und zweiten Jahrtausend vor Christus datiert werden.

 

Die iberische Zivilisation entwickelte sich im Osten der iberischen Halbinsel zwischen dem 7. und 1. Jahrhundert vor Christus. Verschiedene Siedlungen bestätigen ihre Präsenz in unserem Gemeindebezirk.

 

Die Gründung der römischen Zivilisation an diesem Ort wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass dieses Gebiet von verschiedenen römischen Verkehrswegen durchquert wurde. Eine Hypothese ist die Gründung des römischen Dorfes Oleastrum in l’Hospitalet de l’Infant, das in einigen klassischen Quellen als erster Rastpunkt der Via Augusta nach Verlassen von Tarraco (Tarragona) in Richtung Dertosa (Tortosa) beschrieben wird.

 

Während des letzten Zeitabschnittes der römischen Besetzung beginnt eine Zeit der Invasionen seitens ausländischer Völker, wie die Westgoten, die gesellschaftliche Instabilität schufen. Schließlich beendete die maurische Invasion der iberischen Halbinsel am Anfang des 8. Jahrhunderts die westgotische Monarchie. Die maurische Besetzung zog sich bis ins 12. Jahrhundert hin.

 

Ramón Berenguer IV, zusammen mit Alfonso II, waren die Urheber der Reconquista (spanische Rückeroberung aus der Maurenherrschaft) der letzten maurischen Bollwerke in diesen Landkreisen. Die zurückeroberten Gebiete wurden der katalanischen Krone einverleibt und in Feudalgerichtsbarkeiten gegliedert, die an Adlige und Soldaten überlassen wurden, die der Krone treu gedient hatten. 1153 übertrug der Graf von Barcelona, Ramón Berenguer IV, an Wilhelm von Castellvell das herrschaftliche Gebiet, welches als Baronie von Entença bekannt war, zu dem Vandellòs gehört.        

 

Wilhelm von Castellvell hatte drei Söhne. Sein Erstgeborener, Albert von Castellvell der II, Herr der Baronie, setzte 1191 zusammen mit Arnau von Fonollar in einer Bevölkerungskarte die Grenzen von Vandellòs fest. Ramón von Riudoms förderte die Wiederbevölkerung und musste dazu zahlreiche Siedler kommen lassen, damit sie diese Länder bewohnten, sich dort niederließen und sich eansiedelten.

 

Albert von Castellvell kam von den Kreuzzügen nicht zurück. An diesem Punkt beginnt die Linie der Familie Entença, unter denen sich Berenguer de Entença hervorhebt, der die südliche Wiederbevölkerung des Gemeindebezirkes mit der 1276 festgelegten Bevölkerungskarte von Coll de Balaguer durchführte.

 

Wilhelm, der Bruder von Berenguer, erbte die Gebiete und begann 1304 mit der Wiederbevölkerung der Gegend von l’Hospitalet de l’Infant. 1346 begann der Infant Pedro, Sohn von Jaume II d'Aragó "El Just" und Blanca von Anjou, den Bau eines Armenkrankenhauses am Fuße der Landstrasse, an der Küstenzone, und ermöglichte dadurch die Wiederbevölkerung an diesem Ort.

 

Die geografische Lage des Gemeindebezirkes, zwischen den Gegenden des Ebro, dem Land von Tarragona und den inneren Landkreisen, ermöglichte im Laufe der Jahre, dass die Einwohner dieser Länder Verbindung mit anderen Kulturen aufnahmen und Wege zum Austausch von Ware und Personen schufen.

 

Während des 19. Jahrhunderts erfolgt eine Epoche von Kriegen, aus denen die Einwohner des Gemeindebezirkes die Konsequenzen tragen mussten. Die Bevölkerung versank in eine Zeit der Instabilität und niedrigem gesellschaftlichen und ökonomischen Wachstums.

 

Am Anfang des 20. Jahrhunderts erreichen die verschiedenen Siedlungen, mit Ausnahme von l’Hospitalet de l’Infant, ihre höchste Einwohnerzahl, dank der Blütezeit, die im landwirtschaftlichen Bereich gelebt wurde. Doch ab dem Jahrhundertwechsel erfolgte aus verschiedenen Gründen, darunter die Reblausplage, die großen Teil des Weinanbaus zerstörte, eine Entvölkerung der kleinsten, inneren Ansiedlungen (Fatxes, Castelló, Masdevalentí, Gavadá, Remullá, usw.), zugunsten der Küstenansiedlungen oder den Ansiedlungen, die an irgendeinem Verkehrsweg lagen.  

 

Eines der herausragendsten Aspekte im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts in l’Hospitalet de l’Infant und Vandellòs war die Ankunft der Feriengäste, die von überall her kamen. Diese Tatsache führte zu einer bedeutenden Nachfrage an Dienstleistungen, so dass sich damals ein ziemlich mächtiger tertiäre Sektor entwickelte. Die Entwicklung der Tourismusbranche in den siebziger und achtziger Jahren stellte einen in der Wirtschaftswelt sehr wichtigen Antrieb dar,  ein Auftrieb, der auch heute noch andauert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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